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Unser Blitzlicht im Februar 2010

Glinde - Kaposvár: 20 Jahre Partnerschaft!

Am 16. Februar 1990 unterzeichneten der Ratspräsident von Kaposvár, János Papp, Glindes Bürgervorsteher Kuno Hanke und Bürgermeister Hans-Peter Busch den Partnerschaftsvertrag zwischen ihren Städten und beendeten damit eine bis dahin fast 20-jährige "wilde Ehe".

20 Jahre Partnerschaft!

Diese ersten 20 Jahre hatte der Austausch sich auf den sportlichen und kulturellen Bereich sowie die Pflege privater Freundschaften beschränkt. Da Ungarn damals formal zum Ostblock gehörte und auch Kaposvár nicht demokratisch gelenkt, sondern politisch durch Partei und Gewerkschaften gesteuert wurde, hatte man sich auf beiden Seiten mit einer offiziellen Partnerschaft zurückge- halten und die Begegnungen der Vereine und Musikgruppen unterstützt.

Erst 1985, nach Verlagerung der Kulturkompetenzen in Ungarn auf Städte und Regionen, konnten gezielte Austauschvereinbarungen getroffen und die Beziehungen erweitert werden. 1989 hatten die Bürgermeister Busch und Papp dann den Abschluss eines Partnerschaftsvertrages vorbereitet, obwohl in Ungarn noch die marxistisch-leninistische USAP herrschte.

Daran sollte man auch im Jahr 2010 erinnern: Der Vertragsabschluss zwischen Glinde und Kaposvár ist nicht etwa eine Folge der ungarischen Grenzöffnung nach Österreich 1989, sondern einer zu diesem Zeitpunkt bereits 20 Jahre währenden Freundschaft, die sich unabhängig von politischen Systemen oder der Zugehörigkeit zu Blöcken zwischen den Menschen beider Städte entwickelt hat. Vielleicht haben umgekehrt die vielen Freundschaften auf kommunaler Ebene das Klima dafür bereitet, die ungarische Grenze für DDR-Flüchtlinge zu öffnen.

Nachdem 1989/90 in Gesprächen auch mit oppositionellen Gruppen deutlich wurde, dass die politische Neutralität der Städtefreundschaft Partei übergreifend anerkannt war, konnte ein neues Kapitel in den Beziehungen aufgeschlagen werden. Seit Abschluss des Vertrages haben sich die Austausche stetig erweitert und haben ihre bisherige Krönung in dem von den Bürgermeistern Busch, Guerriau und Szita 1998 abgeschlossenen Dreiecksvertrag unter Einbeziehung auch St. Sébastien's gefunden.


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