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Unser Blitzlicht im Juli 2011

75 Jahre Kruppsiedlung

Genau vor 75 Jahren, am 15. Juli 1936, wurde das Richtfest für den ersten Abschnitt der "Kruppsiedlung" gefeiert. Damals noch unter dem Arbeitstitel "Kleinsiedlung Glinde". Mit einer handgezeichneten Einladung der zuständigen Hamburger Zweigstelle der Heimstätte Schleswig-Holstein GmbH, die wir hier als Jubiläumsdokument abdrucken, wurden Siedler und Ehrengäste zur Teilnahme gebeten.

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Dem Zeitgeist entsprechend grüßt die Heimstätte mit "Deutschem Gruß" und Hakenkreuzfahnen.

In der Kruppsiedlung zwischen Papendieker Redder und Tannenweg fanden die Mitarbeiter der Firma Krupp aus Essen eine neue Heimat, die der Konzern für seinen neuen Rüstungsbetrieb in Glinde, das Kurbelwellenwerk Hamburg -KUHA- aus Essen mitgebracht hatte.
Die Häuser wurden als Nebenerwerbsheimstätten errichtet und erhielten entsprechend große Grundstücke, die den Anbau von Obst und Gemüse als zusätzliche Nahrungsquelle möglich machen sollten. Auch einen Schweinestall gab es im Siedlungshaus.

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Im Laufe der Jahrzehnte wurden die meisten Schweineställe zum Badezimmer und die Bodenräume zu Schlafzimmern. Anbauten verschiedenster Art veränderten den Charakter der Siedlungshäuser nachhaltig.

Obwohl inzwischen zahlreiche Häuser neue Eigentümer bekommen haben, findet man auf der vom Siedler John Köhn 1943 liebevoll gezeichneten Karte immer noch bekannte Namen.

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Neben der Kruppsiedlung werden auch die ehemaligen Kurbelwellenwerke (heute JURID/Honeywell), das Heereszeugamt, die Zeugamtssiedlung, das Negerdorf und der Siedlerbund sowie die Glinder Zweigstelle der ehemaligen Kreissparkasse 75 Jahre alt. Mit diesem großen Entwicklungsschub wurde aus dem damals verträumten Dorf mit 583 Einwohnern die Großgemeinde auf dem Weg zur Stadt.

Unsere Stadt hat ihre entscheidenden Wachstumsstufen also der Aufrüstung der Nationalsozialisten zu "verdanken".
Dies nicht zu vergessen und dennoch die Aufbauleistung der damaligen Siedler zu respektieren, gehört zu einem angemessenen Umgang mit unserer Geschichte.
Die Stadt Glinde bereitet mit Unterstützung des Heimat- und Bürgervereins, des Siedlerbundes und des Stadtmarketing eine Jubiläumsausstellung für den Oktober vor.

Blitzlicht