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Unser Blitzlicht im September:
Vor 70 Jahren - Start des Heereszeugamtes

Am 6. September ist es genau 70 Jahre her, dass das ehemalige Heereszeugamt an der Möllner Landstraße in Betrieb genommen wurde. Nach nur 1 ½ Jahren Bauzeit wurde das "Heereszeugamt im Wehrkreis X" am 06.09.1937 eingeweiht.

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Eigentlich war es nur eine Verlegenheitslösung, nicht die in späteren Jahren oft beschworene "militärtaktische Bedeutung" des Standortes. In Glinde hatten sich nämlich kurz zuvor die Pläne des Berliner Ingenieurs Honnef zerschlagen, hier ein großes Windkraftwerk nebst begleitender Industrie zu errichten. Für die zu erwartenden Beschäftigten waren bereits Wohngebiete durch die "Wald- und Gartenvorort Glinde e.G.m.b.H." geplant worden.

Um diese Bebauungspläne dennoch nutzen zu können, soll damals durch den Oberpräsidenten der "Provinz Schleswig-Holstein" ersatzweise der Aufbau des Heereszeugamtes und eines Kurbelwellenwerkes vermittelt worden sein. So wurde das Heereszeugamt mittelbar zu einer der Keimzellen der späteren Stadt Glinde. Es entstanden die so genannte Zeugamtssiedlung zwischen Mühlenstraße und Bahnstraße, die Siedlung am Mühlenweg und das "Negerdorf" am Oher Weg. Glinde vervierfachte seine Einwohnerzahl von gut 500 auf rund 2.000 innerhalb von etwa vier Jahren.

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Das Zeugamt war von 1937 - 1945 zentrales Materiallager für das X. Armeekorps. 1945 beschlagnahmten die Engländer das Areal und nutzten es "vorübergehend" bis 1968 als Vorratslager für die in Deutschland stationierten englischen Truppen.

Statt das Gelände - wie versprochen - an die Gemeinde Glinde zurück zu geben, übernahm es 1968 die Bundeswehr. Aus dem Zeugamt wurde ein Depot, dann ein Gerätedepot und schließlich in den 90er Jahren das "Gerätehauptdepot Glinde mit UN-Auftrag". Hier wurden bis 2005 Fahrzeuge und Gerät instand gesetzt oder ausgemustert und verkauft. Dann endete nach intensiven Diskussionen die militärische Nutzung des 36 ha großen Geländes.

Die "Grundstücksgesellschaft An der Alten Wache mbH & Co. KG" wird hier vermutlich ab 2009 mit weiteren Partnern Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser sowie Mehrfamilienhäuser und Grünanlagen entstehen lassen. Auch eine Arrondierung von Gewerbeflächen ist im Gespräch.

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