Startseite - Aktuell     Wir über uns     Unsere Partner     Mitglied werden     AlexZander    Download     Kontakt    

www.glinde.de

Unser Blitzlicht im Oktober 2011

Vor 65 Jahren:

Wiedergeburt der Kommunalen Selbstverwaltung in Glinde

Am 3. Oktober 1946 trat die erste nach der Nazidiktatur wieder frei gewählte Gemeindevertretung in Glinde zusammen. Auf Beschluss der britischen Besatzungsmacht sollte der zentralistische Staatsaufbau des Dritten Reiches zugunsten einer weitgehenden Selbstverwaltung beseitigt werden.

14 Glinder Gemeindevertreter waren kurz zuvor am 15. September von den damals 2808 stimmberechtigten Glinder Bürgern gewählt worden. Allerdings waren nur 73,3% zur Wahl gegangen, denn viele Familien hatten damals vermeintlich Wichtigeres zu tun, nämlich sich um ihren Lebensunterhalt zu bemühen, einen Garten zu beackern oder ein marodes Dach zu flicken.

Selbstverständlich hatten auch die 14 Gewählten diese alltäglichen Probleme; sie nahmen sich aber dennoch auch der größeren Aufgabe des Aufbaus einer funktionierenden Selbstverwaltung an und stellten ihre Freizeit in den Dienst an der Allgemeinheit.

Hans Günther, der bereits von den Engländern am 14.2.1946 zum ehrenamtlichen Bürgermeister bestimmt worden war, wurde nun auch in dieses Amt gewählt und leitete die Sitzungen der Gemeindevertretung. Die Verwaltung wurde nicht vom Bürgermeister geleitet, sondern von einem besoldeten Gemeindedirektor, damals Friedrich Wulf.

Auch nach so langen Jahren noch und in heutiger Zeit, in der das Engagement für Andere eher von Senioren gelebt wird, verdient die Aufbauleistung der damals aktiven Generation erheblichen Respekt. Die vor genau 25 Jahren vom damaligen Bürgermeister Hans-Peter Busch ins Leben gerufene Bürgermeister- und Bürgervorsteher-Ahnengalerie im dritten Stock des Rathauses erinnert an die Frauen und Männer, die die Geschicke der Gemeinde und Stadt Glinde geleitet haben.

Blitzlicht