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Unser Blitzlicht im Oktober 2013

Vor 100 Jahren: Glinde wird elektrisch!

Am 27.10.1913 bekam das damalige Dorf Glinde elektrische Versorgung. An diesem Tag wurde als erstes Werk in Stormarn das Umspannwerk in Bargteheide in Funktion gesetzt. Vorangegangen war dieser "technischen Revolution" eine Umfrage des Landrates von Bonin bei den Städten und Gemeinden im Kreis, mit der das Interesse an der Einführung von Elektrizität erfasst werden sollte.

Ganze 9 Haushalte aus Glinde waren damals dazu bereit. Allerdings hatte unsere heutige kleine Stadt 1913 auch lediglich 430 Einwohner, die sich mit Petroleumlampen behelfen mussten. Elektrischen Strom gab es zu dieser Zeit erst in den Großstädten, nicht aber auf dem "platten Land", zu dem wir seinerzeit gerechnet wurden.

Der Glinder Gutsbesitzer Franz Rudorff hatte sich bereits seit 1910 sehr stark dafür gemacht, dass "auch den Bewohnern des Kreises Stormarn die aus der Verwendung der elektrischen Energie ergebenden Vorteile zugutekommen" sollten.

Am 22.11.1912 beschloss die Glinder Gemeindevertretung unter Leitung des "alten Suck" den Anschluss der Gemeinde an die Überlandleitung, die Einführung einer elektrischen Straßenbeleuchtung und die Einrichtung einer elektrischen Lichtanlage im Schulhaus.
Knapp 20 Lampen wurden damals für die Straßenbeleuchtung des kleinen Dorfes aufgestellt. Das Schulgebäude wurde mit insgesamt 6 Glühbirnen versorgt, was einer Leistung von 240 Watt entsprach.

Eine Kilowattstunde kostete 1913 etwa 0,40 Mark. Das war der Stundenlohn eines Hilfsmonteurs. Ein einfacher Arbeiter verdiente zu dieser Zeit lediglich 0,30 Mark in der Stunde.

Mehr Informationen
in Marion Böckels Buch "…herzlichen Dampf!", 1984, Verlag Hans-Jürgen Böckel oder nach Voranmeldung im Stadtarchiv (donnerstags, Tel. 040 - 710 02 215).

Blitzlicht