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Unser Blitzlicht im Oktober 2014

Vor 70 Jahren:

Bombenangriff auf Glinde

Im II. Weltkrieg blieb Glinde trotz vieler Luftangriffe auf das benachbarte Hamburg zunächst weitgehend verschont. Aber am 6. Oktober 1944, heute vor 70 Jahren, brach das Inferno in der Mittagszeit doch noch über die Gemeinde herein:

Etwa 100 amerikanische Bomber griffen das Heereszeugamt an und warfen mehrere tausend Bomben ab. Innerhalb von 21 Minuten, von 12:04 bis 12:25, wurde das Depot nach Angaben von Zeitzeugen zu 80% zerstört.

Leider trafen die Bomben nicht nur ihr eigentliches Ziel, sondern auch benachbarte Teile. So wurden fünf Baracken des Lagers Wiesenfeld zerstört; auch ein Bauernhof und der Geflügelhof des Gutes sowie zwei Geschäftshäuser fielen diesem Angriff zum Opfer.

35 Tote waren zu beklagen, darunter auch fünf Frauen und fünf Kinder. Weitere 80 Arbeiter wurden verletzt. 316 (!) Gebäude wurden beschädigt, 18 davon waren Totalverluste. Noch in der heutigen Zeit werden gelegentlich bei größeren Bauvorhaben Blindgänger gesucht, seltener welche gefunden.

Heereszeugamt

» Wer mehr über diesen Abschnitt Glinder Geschichte erfahren möchte, findet Material im Stadtarchiv (donnerstags nach Vereinbarung, Tel. 040 710 02 215) und in den Glinde-Büchern des Verlags Hans-Jürgen Böckel (im Buchhandel und in der Stadtbücherei).
Blitzlicht