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Die Katholische Kirche "Zu den heiligen Engeln"

erstrahlt seit Ende 2015 in neuem Glanz, nachdem sie umgebaut, erweitert und modernisiert wurde.(Foto: Sacher)

Das ursprüngliche Gotteshaus war 1949/50 entstanden, als die katholische Gemeinde noch eine Filialgemeinde der Billstedter St. Paulus-Gemeinde war. Ab 1936 waren unter den Arbeitskräften des Kurbelwellenwerkes Hamburg und des Heereszeugamtes auch zahlreiche Katholiken nach Glinde gekommen. Ihre Gottesdienste fanden zunächst im ehemaligen Lindenhof, im Kindergarten oder in der Schule Tannenweg statt. Nach Fertigstellung der Kirche in der Möllner Landstraße 46 wurde 1951 auch die Glinder Kirchengemeinde eigenständig.

Die damals erfolgte Namensgebung "Zu den heiligen Engeln" ist übrigens ein Dank an den Schutzengelverein in Paderborn gewesen für dessen Finanzierungsbeteiligung.

Schon Mitte der 1950er Jahre war die Kirche für die vielen Besucher aus Glinde und Umgebung häufig zu klein. 60 Jahre lang bewegte die Frage nach einem Neubau an anderer Stelle oder nach Erweiterung die Gemüter. Beides ließ sich jedoch mangels einer Kostenbeteiligung des Bistums aus finanziellen Gründen über Jahrzehnte nicht realisieren.

Mit viel Geduld und ehrenamtlichem Engagement, mit kreativen Finanzierungsplänen und erheblichen Eigenleistungen der inzwischen neu gebildeten gemeinsamen Pfarrei Reinbek/Glinde/Trittau erreicht die Gemeinde 2014 die kirchenrechtliche Genehmigung zu Umbau, Modernisierung und Erweiterung.

Mehr Sitzplätze finden sich allerdings auch heute nicht. Dafür ist es jedoch gut gelungen, die Kirche heller, freundlicher und zweckmäßiger zu gestalten und sie auch in puncto Sicherheit auf heutigen Standard zu bringen.

Kunstwerke in der Kirche:

  • Altar und Ambo
    Der Altar aus Obernkirchner Sandstein ersetzte 1963 den ursprünglichen Holzaltar. Aus der Altarplatte schnitt beim Umbau 2015 die Fa. Emmelheinz, Reinbek-Büchsenschinken die Stele für den Ambo. In die Altarplatte sind Reliquien der Heiligen Crispin und Crispinian ( + 287) eingelassen und mit einem Deckel aus Goten-Rot-Granit bedeckt.
  • Tabernakel 1963
    von dem Goldschmiedemeister Egino G. Weinert, Köln gestaltet mit den Abbildungen alttestamentlicher Engel-Szenen
  • Kreuzweg
    Die 14 Stationen des "Kreuzwegs" wurden 1977 gestaltet von dem Künstler Hans Janerk, Kevelaer und aus Bronze gegossen.
  • Relief der Erzengel
    Das Relief der "Heiligen Drei Erzengel" wurde 1985 nach einem Entwurf des Künstlers Manfred Willers, Steinfurt in Bronze gegossen.
  • Apostelkreuze
    Die kleinen Steintafeln (10x10x2 cm) mit dem Kreuz und dem Schriftzug "Glaube" in verschiedenen Landessprachen kennzeichnen die 12 Salbungsstellen der Kirchweihe.
  • Orgel   1974 von der Fa. Grollmann, Hamburg erstellt (10 Register, 2 Manuale, Pedal, mechanische Spiel- und Registratur)
  • Glocken
    Die größere Glocke im Turm ist auf den Ton b' gestimmt, wurde 1507 gegossen und stammt ursprünglich aus der Kirche Sankt Ursula in Queissen (heute: Gwizdanow, Polen). Diese Glocke wurde zusammen mit der zweiten, kleineren Glocke (gegossen 1668) 1949 von der Verwaltung des s.g. "Glockenfriedhofes" im Hamburger Hafen zum Einbau in die Glinder Kirche freigegeben. Ein Riss in dieser Glocke führte 1976 zum Austausch gegen eine Glocke gegossen 1922, auf den Ton des² gestimmt und "Johannes dem Täufer" geweiht. Die defekte Glocke wurde mit Spendenmittel instandgesetzt und im Herbst 2009 der Kirche Sankt Ursula in Gwizdanow (zurück-)gegeben.
  • Zeittafel:

  • 1948
    Die röm.-kath. Kirchengemeinde "St. Paulus" in Billstedt erwirbt das Erbbaurecht am hiesigen Grundstück, nachdem das Bistum Osnabrück der Errichtung einer "Notkirche" in Glinde zugestimmt hat.
  • 1949
    Erster Spatenstich zum Bau der Kirche nach Plänen des Architekten Erich Hillgruber, Hamburg; ferner Grundsteinlegung, Richtfest und Segnung
  • 1950
    Nach viel Eigenleistung der Gemeindemitglieder ist die Kirche mit dem Pfarrhaus für Gesamtkosten von 67.773,62 DM fertiggestellt und wird durch Erzbischof Dr. Wilhelm Berning am 3. Juli geweiht.
  • 1951
    Bildung der röm.-kath. Kirchengemeinde Glinde
  • 1959
    Die Kirchengemeinde erwirbt das Eigentum am Grundstück.
  • 1963
    Bei dem Umbau erhält die Kirche einen Windfang, der Turm Glasbausteine und elektrisches Geläut; Altar, Tabernakel und Ambo werden ersetzt.
  • 1966
    Einweihung des von den Architekten Rau und Bunsmann, Hamburg, geplanten Gemeindehauses mit Wohnung
  • 1969
    Eröffnung des Kath. Kindergartens im Gemeindehaus
  • 1978
    Anbau an das Pfarrhaus mit Erweiterung der Wohnung und des Pfarramts
  • 1982
    Anbau an das Gemeindehaus mit einem Konferenzraum, einem Jugendraum und einem Besucher-WC
  • 2010
    Erweiterung des Kath. Kindergartens im Gemeindehaus
  • 2015
    Sanierung und Erweiterung der Kirche für etwa 880.000 EUR nach einem Entwurf des Architekten Prof. Ullrich Hahn, Aachen durch die Reinbeker Fa. Humhal Archi-Bau GmbH und mit erheblichen Eigenleistungen; erneute Weihe am 1. Advent durch Erzbischof Dr. Stefan Heße

Kultur: