Startseite - Aktuell     Wir über uns     Unsere Partner     Mitglied werden     AlexZander    Download     Kontakt    

www.glinde.de


Suck'sche Kate

In der Dorfstraße, gleich nach der Einmündung Bornweg, steht eine prachtvolle, Reet gedeckte Fachwerks-Kate, von Linden umsäumt. Im Garten sieht man noch einen alten Schuppen, der vorübergehend der Feuerwehr diente, deren Spritzenhaus nur wenige Meter weiter stand.
Suck'sche Kate (Foto Stawinoga) Hier wohnte der Anbauer und Schuhmacher Johann Hinrich Suck mit seiner Familie, der 1845 dort geboren und von 1894 bis 1923 Gemeindevorsteher des Dorfes Glinde war. Als "Bürgermeister" genoss der "ole Suck" großen Respekt in der Bevölkerung, weil er stets für alle Probleme ansprechbar war.


In der Schuhmacherwerkstatt seiner Kate oder in der guten Stube wurden die Probleme einfacher Leute gelöst und Anliegen des Gutsbesitzers verhandelt.
Suck traf gradlinige, klare Entscheidungen und war für seine gerechten Urteile bekannt. Auch die Steuern kassierte er selbst.


Die Kate, die unter Denkmalschutz steht, wird von der Enkelin des "Alten Suck" bewohnt.
An der Außenwand zur Dorfstraße findet sich das Bronzerelief De ole Suck un siene Fru von Karin Hertz.


  • 1813 Peter und Anna Elsaben Suck beziehen eine Kate an diesem Platz, die später vom Sohn Carsten Hinrich Suck und seiner Frau Catharina Magdalene übernommen wird.
  • 1845 wird hier der spätere Anbauer, Schuhmacher und Gemeindevorsteher Johann-Hinrich Suck als deren Sohn geboren.
  • 1849 kommt sein Bruder, der spätere Lehrer und Heimatdichter Johannes Hinrich Suck zur Welt.
  • 1855 Die Familie Suck lässt diese Kate durch einen Lohbrügger Zimmerermeister unter Verwendung von Teilen des baufällig gewordenen Vorgängerhauses für nur 630 Hamburger Courant (ca. 756 Reichsmark) errichten.
  • 1883 Schuhmacher Hinrich Suck wird am 21.08. zum stellvertretenden Gemeindevorsteher gewählt.
  • 1894 Am 24. März wird Hinrich Suck Gemeindevorsteher und bleibt es für 28 Jahre. Die Schusterwerkstatt und die gute Stube dienten zur Sprechstunde, als Büro und als Gemeindekasse.
  • 1939 Nach dem Tod des "olen Suck" bleibt das Haus im Familienbesitz. Die Suck'sche Kate wird in den 70er Jahren als "einfaches Kulturdenkmal" eingetragen.
  • 1993 Die Stadt Glinde lässt das Bronzerelief "De ole Suck un siene Fru" der Hamburger Bildhauerin Karin Hertz anbringen.

Kultur: