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Wagenschauer

Auf der Mühlenwiese vor der Glinder Mühle (Kupfermühlenweg 7) findet man heute (wieder?) zwei Wagenschauer, die das Heimatmuseum ergänzen und als Unterstand für größeres Gerät dienen. Beide sind in ehrenamtlicher Regie des Heimat- und Bürgervereins und mit viel Eigenleistung entstanden.
Wagenschauer I wurde nach 2 ½-jähriger Bauzeit im August 1993 fertig gestellt.
In ihm fanden ein ehemaliger Milchwagen des Gutes Glinde und die alte Gutskutsche ebenso ihren neuen Unterstand wie die Handspritze und anderes Gerät.
Für diesen Wagenschauer, der mit ausgebautem Dachgeschoss einen Gegenwert von etwa 180.000 Mark darstellte, hatte die Stadt 60.000 DM Zuschuss gewährt.
Den Rest an Bargeld brachten Spender und Sponsoren auf; aber der größte Teil des Wertes waren Eigenleistungen des Heimat- und Bürgervereins. Einige Mitglieder und Freunde des Vereins hatten über Jahre viele freie Minuten in das Objekt investiert. Wagenschauer mit Lehmbackofen Wagenschauer II war etwas preiswerter. Mit rund 60.000 (allerdings EURO) bezifferte HBVG-Vorsitzender Klaus Utermöhlen den Bauwert bei der Übergabe des Gebäudes am 11.10.2003 an die Stadt Glinde.
Diesmal hatte die Stadt (frei nach dem Motto eines Optikers) keinen Pfennig dazu bezahlt. Auch an diesem Gebäude hatten Mitglieder des Vereins zu werkeln begonnen, Fundament gesetzt und Holzständerwerk aufstellen lassen.


Für die Ausfächerung, die Eindeckung und das Verfugen konnte ein ganz besonderer Sponsor gewonnen werden: Die Bundesanstalt für Arbeit.
Maurermeister Wollenberg und fünf junge Arbeitslose aus Südstormarn wurden vom Arbeitsamt als so genannte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zur Verfügung gestellt. Die bis dahin schon Langzeitarbeitslosen hatten so die Chance, ihre handwerklichen Qualitäten an einem nicht alltäglichen Objekt zu entwickeln, sich für einen künftigen Job zu qualifizieren und dabei noch etwas Sinnvolles für die Allgemeinheit zu schaffen.
Und weil die jungen Leute mit so viel Eifer bei der Sache waren, blieb noch etwas Zeit, um unter der Anleitung von Herrn Wollenberg auch den Lehmbackofen zu bauen, den der Heimat- und Bürgerverein sich schon lange wünschte.

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