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Sehenswürdigkeiten - Gibt's die in Glinde ???

Ja, ein paar davon haben wir schon. Wer allerdings nur mal schnell auf der Möllner Landstraße durch die Stadt fährt, wird sie kaum wahrnehmen, obwohl es auch dort ein paar wichtige Zeugen der Glinder Geschichte gibt.

An der Möllner Landstraße zwischen Sandweg und Stadtmitte finden wir das Gemeinschaftszentrum Sönke-Nissen-Park Stiftung, besser bekannt als Altes Gutshaus. Auf der Seite zum Gutsteich liegt der von Knut Knabe geschaffene Brunnen. Und direkt auf dem Nachbargrundstück mit der selben Zufahrt steht die früher zum Gutshaus gehörende Remise. Auf deren Grenze zur westlich angrenzenden Bebauung "Centralpark" finden sich noch Fragmente der Gutsmauer.

Direkt in der Stadtmitte, gegenüber dem Großparkplatz, liegen die alte Dorfstraße und die ehemaligen Deputathäuser, in denen sich heute kleine Geschäfte befinden. Und mitten darin die Reminiszenz von Christiane Siemers an die bäuerliche Vergangenheit Glindes, die Skulptur "Kühe".

Und wer von dort den Blick ganz gerade über den Großparkplatz richtet, erkennt ein weiteres Ochsenblut-rot gestrichenes Deputathaus, welches ebenfalls zum früheren Gut gehörte, aber leider in absehbarer Zeit abgerissen werden soll.

Manche sind der Ansicht, auch das Rathaus sei sehenswert, weil es den spröden Charme des Marktplatzes abmildert und sich bei interessanter Architektur dennoch bescheiden dem Einkaufszentrum unterordnet. Direkt davor finden wir die Skulptur Balance des Künstlers Rainer Gualterio Anz vom Mai 1993.

Im III. Stock kann man mit Glück die Europa-Fahne sehen, die der Stadt vom Europarat verliehen wurde.

Ein deutlich älteres Zeugnis früher Siedlungstätigkeit in Glinde findet sich zwischen Rathausrückseite und Hochhaus Engel's Park, nämlich ein bronzezeitliches Hügelgrab. Noch ein bisschen weiter Richtung Neuschönningstedt lag das alte Heereszeugamt, das sich als "Gerätehauptdepot" bis 2005 gehalten hat und nun nur noch Geschichte ist. Sehenswert waren der Eingangsbereich mit den beiden Stabsgebäuden und der Wache sowie der große Bahnhof. Leider sind diese geschichtlichen Zeugnisse im Zuge der Bebauung der letzten Jahre abgerissen worden. Zur Erinnerung finden wir am Hauptwanderweg des neuen Gebietes jetzt ein Buchdenkmal, das 2013 eingeweiht wurde.

Zurück in die Mitte: In der Dorfstraße findet sich die letzte noch erhaltene Glinder Reetdachkate, die Suck'sche Kate mit dem gefühlvollen Relief von Karin Hertz De ole Suck un siene Fru. Einige jüngere Strohdachhäuser aus den 30er Jahren finden sich auf der anderen Seite des Zentrums, am Oher Weg, nämlich das früher so genannte "Negerdorf", die Reetdachsiedlung.

Begibt man sich hier weiter in Richtung Schulzentrum, erreicht man kurz vorher den Hirtenweg, der direkt auf den Gellhornpark führt. Wo der Hirtenweg und die Straße Im Gellhornpark sich treffen, steht versteckt noch ein Pfeiler eines ehemaligen Tores.

Nach links erreicht man den Hof Redenwiesen, dessen Hauptgebäude auch Gellhorn-Villa genannt wird, mit seinen Nebengebäuden wie Kutscher- und Gesindehaus.

Das Schulzentrum am Oher Weg birgt ebenfalls drei Schätze, die schon zahlreiche Schüler-Jahrgänge erfreut oder zum Lästern verführt haben: Am Schuleingang vom Hirtenweg die Skulptur Lebensbaum von Siegfried Assmann, an der Sporthalle der Ballwerfer von Frauke Wehberg, und in der Schulstraße die eigenwillige Wandmalerei "Topos Infinitos" von Lutz D. Braemer, jetzt Hamburg.

In der Straße "Beim Hügel", die vom Holstenkamp abzweigt, treffen wir auf einen Findling, der den Fundort einer weiteren historischen Grabstätte markiert. Mehrere Funde wurden auch auf dem jetzigen Wiesenfelder Sportplatz gemacht.

Über den Holstenkamp erreichen wir Wiesenfeld. Der Siedlungsteil um Ellerholz, Knickrehm, Eichloh, Buchenweg und Haidberg entstand 1950 auf den Baracken-Fundamenten des 1939 errichteten Lager Wiesenfeld, das vom Kurbelwellenwerk der Firma Krupp für ausländische Zwangsarbeiter erbaut worden war. (Eine Gedenktafel für die zahlreichen Opfer findet sich im Bürgerhaus am Markt.) Auf dem Gelände der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld begegnet uns die Brunnenanlage, die der Reinbeker Künstler Hans-Werner Könecke 1980 als "Kunst am Bau" für den damaligen Hauptschultrakt gestaltete. Ebenso steht dort seit Anfang 2003 eine Stelen-Gruppe, gestaltet von der Bildhauerin Hildegard Huza-Schneider und einer Schülergruppe.

Weiter in Richtung Reinbek kommen wir über die Kreisstraße 80 zum Eingangstor der JURID-Werke (heute Honeywell), deren Vorläufer der Rüstungsbetrieb "Kuha", das Kurbelwellenwerk der Firma Krupp gewesen ist. Und direkt gegenüber, auf der Ecke Gutenbergstraße, erstreckt sich die Parkanlage Karolinenhof, die ein erst vor wenigen Jahren umgebautes Herrenhaus enthält.

Geht man die Möllner Landstraße von der Ortsmitte ein Stück nach Westen, trifft man auf die Katholische Kirche "Zu den Hl. Engeln"; ihr evangelischen Pendant, die St.-Johannes-Kirche, finden wir am Willinghusener Weg, in direkter Nachbarschaft des kommunalen Friedhof, der in seinem vorderen und älteren Teil, dem so genannten Waldfriedhof selbst sehenswert ist. In ihm liegt das schlichte Glinder Ehrenmal für die Opfer von Krieg und Gewalt. Erwähnenswert hier auch die frei liegenden Stufen mit den Namen der Landsmannschaften, die früher Bestandteil des ersten Ehrenmales gewesen sind. Die Friedhofskapelle am Willinghusener Weg, 1958 erbaut, ist ebenfalls sehenswert.

Nicht weit davon liegt die Grundschule Tannenweg an der gleichnamigen Straße, deren Altbau von 1938/39 sehenswert ist. Dort finden wir auch eine alte Skulptur des Stormarn-Schwan. Vom Papendieker Redder erreichen wir im westlichen Wald das Hügelgrab PRedder. Hier stoßen wir auf den Wald-Erlebnispfad. Folgen wir diesem ausnahmsweise in der verkehrten Richtung, kommen wir zu seinem Ausgangspunkt am Mühlenteich.

Ältestes Gebäude in Glinde und zugleich der erste industrielle Betrieb ist die Glinder Mühle, die sich am Kupfermühlenweg hinter den Mühlendamm duckt. Hier findet sich nicht nur das Heimatmuseum mit vielseitiger Mühlenabteilung. Auf der Mühlenwiese sind durch engagierte Arbeit des Heimat- und Bürgervereins auch Nachbauten dreier Wagenschauer und eines Lehmbackofen entstanden. Gegenüber, direkt am Mühlenteich, lockt das Restaurant San Lorenzo u. a. mit dem stilvollen Ambiente der Villa Bode.

Schon vorher begegnet einem am zentralen Wanderweg durch das Tal der Glinder Au der Togohof in zweierlei Hinsicht, zum einen das historische Gebäude und zum anderen das gleichnamige Alten- und Pflegeheim.

Zu den besonderen Highlights unserer Stadt gehören der Mühlenteich und der ihn umgebende Friederici-Park, der von Wanderwegen und weiteren Teichanlagen durchzogen ist. Ganz im Norden der Stadt wird die Autobahn Hamburg-Berlin östlich des Schützenplatzes von einer Trasse überspannt, auf der früher die Stormarn`sche Kreisbahn fuhr. Heute dient sie als Radwanderweg nach Großensee und Trittau.

Wendet man sich im Norden Glindes über die Straßen Am Spitzwald / Am Sportplatz wieder nach Süden, trifft man in Höhe des TSV-Zentrums auf die 1984 errichtete Tanzgruppe Reigen des Kunstschmieds Alfred Schmidt aus Trappenkamp.

Nach weiteren 15 Minuten sind wir wieder auf dem Marktplatz und vermutlich um die Erkenntnis reicher: "Ja, es gibt in Glinde doch einiges zu sehen!"



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